Dockblog Die Arbeitswelt der Kreativen

Casual Friday. Oder der etwas andere Frei-Tag

Montag – “Oh je”. Dienstag – “Na ja”. Mittwoch – “Aha”. Donnerstag – “Puuuuh”. Freitag – “Juhuuuuuu!”. So oder so ähnlich läuft eine Arbeitswoche nach der anderen ab. Und spätestens am Freitag Morgen denken die einen von uns: “Thank God It’s Friday”. Und die anderen: “Casual Friday”. Doch was ist DAS bitte für ein Kalendertag? Was bringt er? Wem? Und überhaupt: Wer macht da heute noch so richtig mit?

 

 

“Casual Friday” auf Deutsch:
Wortwörtlich übersetzt bedeutet der jahrzehntealte Ausdruck so viel wie “bequemer Freitag”. Jobtechnisch ist er die kleine große Vorfreude aufs Wochenende. Das Besondere aber: Ganz cool und lässig – nach dem Motto: Weg mit dem Anzug und Kostümchen. Aber bitte mit Stil.

Das schöne Geschlecht hat immer einen Frauenvorteil in der Auswahl, weil die Grenze zwischen “beauty business” und “casual carriere” einfach fließend ist. Doch auch den Männern bleibt ein stilvoller Arbeitswochen-Abschluss nicht erspart. Schließlich müssen wir alle gepflegt herumlaufen.

Das geht schief:
Sonst könnte das Ganze schon mal außer Kontrolle geraten. Wie es zum Beispiel einst in einer US Kanzlei der Fall war. Da fühlte sich wohl einer der sonst so zugeknöpften Anwälte an einem Freitag in der Arbeit wie zu Hause, so dass er den üblichen Business-Schuh einfach gegen seine Hausschuhe eintauschte. Zugegeben. Soweit wird man bei uns in Deutschland wahrscheinlich niemals gehen. Auch nicht in Badeschuhen. Aber die Gefahr, in einer gelockerten textilen Arbeitsatmosphäre ins Fettnäpfchen zu treten, ist besonders an solchen Frei-Tagen höher als sonst. Und zwar darum:

Das geht gar nicht:
Natürlich darf vom Chef und Vorgesetzten am letzten Tag einer, wie so oft, anstrengenden Arbeitswoche ein Auge zugedrückt werden. Aber doch nicht zwei, oder? Deshalb “Casual Friday” hin oder her – es gibt sie auch an diesem Freitag:

Die absoluten Büro-No-Go’s:
•    Däumchen drehen, Nix tun und in Gedanken schon auf dem Weg ins Wochenende sein. Zum Beispiel in Jogging-Hose, Schlabber-Pulli bzw. Muskel-Shirt (Männer). Oder in Lack-und-Leder-Mini-Rock, mit extra-großen Wochenend-Einblick, und Tops – ganz nach dem “Bauchfrei – ich bin dabei”-Motto der 90er.
•    Füße auf dem Tisch, Sprüche unter der Gürtellinie, stundenlange Privatgespräche am Telefon: Auch Lockerungen bei den Umgangsformen bleiben von Montag bis Freitag tabu.
•    Also alles, was die Konzentration – sowohl die eigene als auch die der Kollegen oder Vorgesetzten – auf andere Dinge als die Arbeit lenkt.

Daher kommt’s:
Keine Frage: Der “Casual Friday”-Trend kommt natürlich nicht aus Deutschland. Sondern… Genau: Amerika – dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten und des strahlend-weißen Hollywood-Smiles. Doch im Vergleich zu uns haben sich seine Erfinder etwas ganz Besonderes dabei gedacht: Weil viele Amerikaner in den Großstädten freitags nach der Arbeit direkt aufs Land fuhren, beschlossen Firmen in den USA der 50er Jahre, am letzten Arbeitstag der Woche den Dress Code und damit die Stimmung in den Büros etwas aufzulockern. Klar. Macht Sinn. Aber… auch bei uns? In Deutschland? Und vor allem: In der Werbebranche?

Lässig, lästig oder überflüssig?
Beratung = immer Business Look? Kreation = natürlich kreative Freiheit? Sagt uns, was ihr so über den s.g. “Casual Friday” denkt und wie “lässig” man bei euch im Büroalltag damit umgeht. Wir sind gespannt und wünschen euch schon mal einen tollen Freitag. Ob easy oder busy.  

 

 

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