Dank Firmenhandy, Push-Funktion und Tablet PC sind wir immer erreichbar. Motto: 24/7. Denn wer macht die Geräte denn wirklich mal aus?
Die Studie „Bewerbungspraxis 2012“ vom Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) kommt zum Ergebnis: Jeder zweite Arbeitnehmer lässt auch im Urlaub und am Feiertag die Finger nicht vom Laptop oder Smartphone oder nutzt das private Gerät auch für berufliche Kommunikation. Nach der Studie von Regus arbeitet jeder zweite Beschäftigte im Urlaub ein bis zwei Stunden am Tag. (Quelle)
Natürlich steht in keinem Arbeitsvertrag geschrieben, dass man 24 Stunden am Tag erreichbar sein muss. Trotzdem wird es irgendwie von einem erwartet, oder man hat das Gefühl, dass es so ist. Arbeitspsychologen erklären, dass Mails ignorieren ähnlich viel Stress hervorruft wie das Beantworten dieser. (Quelle)
Um den Arbeitnehmer von diesem psychischen Druck zu entlasten, haben große Unternehmen bereits Vereinbarungen getroffen, in denen ganz klar geregelt ist, wie mit Mails nach Feierabend umzugehen ist. Auch sollte Führungskräften bewusst sein, dass das Verschicken von E-Mails nach Feierabend Stress erzeugt.
Dass dies kontraproduktiv ist, zeigen die aktuellen Zahlen zum Thema Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen: 12,5 Prozent aller Fehltage sind darauf zurückzuführen. Die Krankentage wegen Burnout-Symptomen steigen drastisch. 2004 waren es noch 0,6 Ausfalltage pro 100 Beschäftige – 2011 waren es bereits 9 Tage. (Quelle)
Andere Regeln gelten natürlich für Freelancer. „Selbst und ständig“ – auch wenn man es nicht mehr hören kann: So ist es aber meistens. Gerade im Kreativbereich gibt es knappe Timings oder auch keine geregelten Zeiten. Jede Anfrage, egal zu welcher Zeit, kann sich zu einem Auftrag entwickeln. Das bedeutet Honorar und die Sicherung des Lebensunterhalts. Und da verzichtet man doch gerne mal auf einen Feiertag.















































