Dockblog Die Arbeitswelt der Kreativen

Kreative im App-Fieber

In den USA wird heute schon mehr geappt als gesurft. Spielen, Lesen, Mails oder Nachrichten abrufen – das alles ist mit dem iPhone längst gängige Praxis geworden. Arbeiten auch. Inzwischen hat sich das Smartphone besonders in den kreativen Berufen als nützlicher Begleiter im Agenturalltag gemausert. Diesen Trend nehmen wir zum Anlass, die digitalen Helfer etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Zugegeben: Das Smartphone ersetzt keinen Laptop. Und es ist nicht immer sinnvoll, alle Funktionalitäten mobil anzubieten. Doch besonders bei Vielreisenden und/oder Freelancern haben sich so manche mobile Anwendungen bei der kreativen Arbeit bewährt.


Bei der Auswahl der richtigen Farben empfehlen wir ColorSnap. Mit wenigen Handgriffen ist es möglich, eine Farbe aus einem Foto auszuwählen. Das Programm identifiziert nicht nur den Farbwert, sondern schlägt auch eine harmonische Farbpalette vor, die zur gewählten Farbe passt. Die Paletten lassen sich speichern und später wieder aufrufen.

 

Ein Must-Have für alle Designer mit klassischem oder digitalem Schwerpunkt ist die App WhatTheFont. Das Programm kann mit wenigen Handgriffen die Schriftart einer Abbildung identifizieren oder Alternativen auflisten. Dafür genügt lediglich ein Foto mit der integrierten iPhone-Kamera.

 

Wer Spaß an animierten Grafiken hat, kann mit GIF SHOP im Handumdrehen bewegte Bilder erstellen, per E-Mail versenden oder via Facebook, Tumblr und Twitter teilen.

 

Ideal für Nachwuchskreative ist die Copytest-App der Hamburger Agentur Leagas Delaney. Getreu dem Motto „Mobil übt sich“ können Berufseinsteiger mit Hilfe der App diverse Aufgaben lösen und ihr texterisches Talent unter Beweis stellen. Die Aufgaben werden gespeichert und direkt vom iPhone an die Agentur geschickt.

 

Mobile Unterstützung gibt es nicht nur für kreative Belange, sondern auch für die täglichen Herausforderungen im Agenturalltag. Die Selbstmanagement-App der Süddeutschen Zeitung ist ein praktisches und hilfreiches Tool, um im Meeting-Marathon und in hektischen Situationen nicht den Überblick zu verlieren. Bei unübersichtlichen To-Do-Listen und Notizzetteln ist auch das Programm Awesome Note empfehlenswert. Die App hilft bei der Aufgabenverwaltung und lässt sich mit verschiedenen Ordner-Symbolen, Farben und Schriftarten individuell anpassen.

 

Um Kostentabellen- und -kalkulationen kommt auch die Kreativ-Szene nicht herum. Für manch neu gestarteten Freelancer, vor allem für freie Designer und Grafiker, ist der Honorarrechner iFee äußert hilfreich: Kostenkalkulationen werden je nach Parameter für potenzielle Kunden erstellt  – auch marktübliche Honorare können angezeigt werden.

 

Freelancer, die auch unterwegs oder nach dem Feierabend kurzfristig Zugriff auf das heimische (eingeschaltete) Desktop benötigen, werden mit TeamViewer glücklich. Mit einer eindeutigen Registrierungsnummer kann man direkt auf das eigene Laptop und dort installierte Anwendungen und Dokumente zugreifen.Die Steuerung der Programme ist gewöhnungsbedürftig, aber hilfreich, wenn man den Bogen raus hat.

Auf welche Apps könnt ihr nicht verzichten? Wir freuen uns auf einen Dialog mit euch dazu!

 

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3 Comments to “Kreative im App-Fieber”

  1. 02/03/2012 at 17:52

    Und wo sind die Androiden? So ist das doch nicht mehr ganz zeitgemäß …

    • Julia Akra DESIGNERDOCK Headquarters
      06/03/2012 at 10:44

      Lieber Ingo, Colorsnap für Android findest Du hier, WhattheFont hier, GIFSHOP hier. Leagas Delaneys Version für Android soll noch folgen.
      Awesome Notes gibt es hier, und TeamViewer hier.

      • 06/03/2012 at 21:17

        Das nenn ich mal Service – vielen Dank! Ggf. noch im Artikel verlinken, dann ist er komplett. ;)