Neulich hatte ich ein Bewerbungsgespräch, da fragt mich mein Gegenüber tatsächlich: »Sind Sie erfolgreich?« Was für eine Frage! Was soll ich sagen: Ich habe inzwischen zusätzliche Aufgaben übernommen, mein Verantwortungsbereich ist mit den Jahren gewachsen, die Projekte laufen (meistens) sehr gut. Und verdienen tue ich auch besser als früher! Klar bin ich erfolgreich!
Kaum zuhause, hat mich die Frage nicht mehr losgelassen. Wenn ich es mir so recht überlege, habe ich mit Erfolg immer etwas anderes verbunden. Ich fahre keinen Porsche, meine Wohnung ist zwar hübsch, aber kein Eigentum, beim Urlaub rechne ich und wenn die Zauberfee vorbei käme, hätte ich noch einige Wünsche offen. Nein, also erfolgreich…
Aber was bedeutet Erfolg? Hat er mit Geld zu tun? Oder mit der Verantwortung, die man übernimmt bzw. übertragen bekommt? Misst sich Erfolg an dem, was man tut, oder an dem, was man dafür bekommt – wie Anerkennung, Ehre, Geld? Ab wie viel Geld ist man eigentlich erfolgreich? Und geht es hier um Anerkennung, die ich mir selber gebe oder eine, die von außen kommt?
Das sind doch schon eine Menge Fragen. Und je länger ich darüber nachdenke, desto mehr merke ich, dass ich mich tatsächlich für erfolgreich halte, wenn ich mit meinem Leben zufrieden bin, mit dem, was es mir ganz persönlich bringt. Wenn ich also auch schon ohne Nobelkarosse, Immobilie & Co. zufrieden sein kann – ja, dann bin ich erfolgreich, richtig erfolgreich!
Kontakt zu Ann Krombholz















































Erfolg = mc²
m = mensch
c = charakter
² = die eigene Definition von Erfolg ist doppelt so wichtig wie dessen Bestimmung durch Fremde
Alles ist relativ… : )
Ein Zitat, das Ich in diesem Kontext sehr interessant fand ist “Success is the progressive realization of a worthy goal or ideal” (Earl Nightingale).
Mein (persönlicher) Erfolg definiert sich nicht unbedingt über meine aktuelle Lage, die ist mal besser und mal nicht so gut, sondern eher über ein positives Gefühl der Bewegung in die (subjektiv) richtige Richtung. Das hat auch viel damit zu tun, ob ich weiß, was Ich will. Mit einem klaren Ziel lässt sich die Bewegung eher bewerten, möglichst schnell im Kreis zu laufen macht mich weder zufriedener noch erfolgreicher.
Zum Abschluß noch ein passesndes Zitat vom guten Konfutsius: “Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwärtsgehen, fürchte Dich nur vor dem Stehenbleiben.”
Dem ist nichts hinzuzufügen… Danke für deinen Kommentar.